Die Tiefbrunnenbohrung

Die Vorbereitung und Bohrung waren ein großes Ereignis. Nicht nur als konkreter Projektbeginn, sondern auch durch die Frage, ob wir überhaupt genügend Wasser zur Versorgung des Grundstücks und seiner Gebäude finden werden. Und schließlich ging es noch darum, wo wir das meiste Wasser finden werden, denn dort sollte dann das Versorgungsgebäude stehen, von dem die Verteilung ausgeht.

Zwei Hydrologen-Teams maßen durch das Gelände, und beide kamen zu demselben Ergebnis: die aussichtsreichste Bohrstelle lag genau dort, wo wir sie uns intuitiv gewünscht hatten. Von der zu erwartenden Wassermenge her war der eine Teamleiter skeptisch, der andere riet uns es zu wagen. Wir wagten und engagierten das Team des Ministry of Agriculture, lrrigation and Water Development aus Lilongwe.

43 Meter wurde tief gebohrt, teilweise durch harten Fels, dass man sich nicht vorstellen kann, dass es noch weiter geht. Jede Bohrstangenlänge wird eine Bodenprobe gesammelt, die von Brian, dem Teamleiter, bewertet wird. Dann der Vorschlag, nicht tiefer zu bohren und für uns die große Frage: werden wir genug Wasser bekommen?

Eine Woche später kommt dann ein anderes Team für den Pumpentest. Sie setzen die Pumpe auf 37 Meter, wie es das hydrologische Gutachten empfiehlt. Dann läuft ein 12-Stunden-Test, und ein paar Tage später erhalten wir den ausführlichen Testbericht: die Quelle liefert 0,3 Liter/Sekunde, das sind immerhin ca. 1.000 Liter pro Stunde, also genug für unseren Bedarf. Uns allen fällt ein Stein vom Herzen, denn die Bohrung war recht teuer. Wir danken der Deutschen Botschaft in Lilongwe, die den ersten Schritt des Projekts unterstützt hat!

Die Leute aus dem Dorf haben die Bohrungsarbeiten geduldig beobachtet. Der neue Brunnen wird fröhlich begrüßt.

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