Erster Brunnen für Chipokolo

Die Vorbereitung und Bohrung waren ein großes Ereignis. Nicht nur als konkreter Projektbeginn, sondern auch durch die Frage, ob wir überhaupt genügend Wasser zur Versorgung des Grundstücks und seiner Gebäude finden werden. Und schließlich ging es noch darum, wo wir das meiste Wasser finden werden, denn dort sollte dann das Versorgungsgebäude stehen, von dem die Verteilung ausgeht.

Zwei Hydrologen-Teams maßen durch das Gelände, und beide kamen zu demselben Ergebnis: die aussichtsreichste Bohrstelle lag genau dort, wo wir sie uns intuitiv gewünscht hatten. Von der zu erwartenden Wassermenge her war der eine Teamleiter skeptisch, der andere riet uns es zu wagen. Wir wagten und engagierten das Team des Ministry of Agriculture, lrrigation and Water Development aus Lilongwe.

43 Meter wurde tief gebohrt, teilweise durch harten Fels, dass man sich nicht vorstellen kann, dass es noch weiter geht. Jede Bohrstangenlänge wird eine Bodenprobe gesammelt, die von Brian, dem Teamleiter, bewertet wird. Dann der Vorschlag, nicht tiefer zu bohren und für uns die große Frage: werden wir genug Wasser bekommen?

Eine Woche später kommt dann ein anderes Team für den Pumpentest. Sie setzen die Pumpe auf 37 Meter, wie es das hydrologische Gutachten empfiehlt. Dann läuft ein 12-Stunden-Test, und ein paar Tage später erhalten wir den ausführlichen Testbericht: die Quelle liefert 0,3 Liter/Sekunde, das sind immerhin ca. 1.000 Liter pro Stunde, also genug für unseren Bedarf. Uns allen fällt ein Stein vom Herzen, denn die Bohrung war recht teuer. Wir danken der Deutschen Botschaft in Lilongwe, die den ersten Schritt des Projekts unterstützt hat!

Ähnliche Beiträge

  • Pflanzaktion

    Hundert Bäume wurden auf dem CBO-Grundstück gepflanzt. Farbige Akashas, die später in allen Farben blühen und Schatten spenden als auch Obstbäume wie Orangen, Mango und Avocados. Wer von uns wird in 25 Jahren die Blütenpracht sehen und die Früchte ernten? Die Lehrküche wird das selbst angebaute Obst und Gemüse verarbeiten und in der Mensa gesunde…

  • Bau des Wasserturms

    Neben dem Pumpenhaus haben wir einen Wasserturm gebaut. Auf seinem Plateau auf 6,2m Höhe steht ein 5000 Liter-Tank. Darüber sind Solar-Panels, die den Strom für die Pumpe liefern. Die befindet sich in einer Tiefe von 37m und hebt das Wasser über die 45m um den Tank zu füllen. Von dort fließt es in die Verteilung…

  • Unser Dank an einen Spender

    Es war eine große Überraschung, als mein Physiotherapeut, dem ich auf der Liege von der Reise nach Malawi am übernächsten Tag berichtete, mir beim Abschied ein paar Scheine in die Hand drückte. Im Dorf hieß es, Coretta kann nicht mehr im Vorstand arbeiten, weil ihr Mann krank ist. Ich besuchte die beiden und stand in…

  • Cleanup in Malawi

    2019 haben wir zum ersten Mal den herumliegenden Plastik- und Metallschrott eingesammelt und am Ende 50 randvolle Säcke entsorgt. Die Aktion war anstrengend, aber unglaublich motivierend. 2023 griff Malawis Präsident diese Idee auf und rief einen nationalen Clean-Up Day ins Leben, der seitdem jeden dritten Freitag im Monat stattfindet. Am 19. Juli 2024 war auch…

  • Unsere neue Website

    Yoow e.V. zeigt sich ab sofort mit einer komplett neuen Website, die moderner und übersichtlicher gestaltet ist als zuvor. In gemeinsamer Arbeit haben Julian und Max den gesamten Online-Auftritt überarbeitet und dabei großen Wert auf eine klare Struktur und eine einfache Nutzerführung gelegt. Alle Bereiche wurden modernisiert, Inhalte neu aufbereitet und Funktionen verbessert, damit Besucherinnen…

  • Girls beat Boys

    In die von unserem Verein errichtete Schule gehen derzeit insgesamt 410 Kinder. Davon sind 199 Jungen und 211 Mädchen. Diese Zahlen erfüllen uns mit großer Freude, denn sie zeigen nicht nur, dass unsere Bildungsinitiative angenommen wird, sondern auch, dass immer mehr Mädchen die Chance erhalten, regelmäßig zur Schule zu gehen. Gerade in vielen Regionen Afrikas…