Erster Brunnen für Chipokolo

Die Vorbereitung und Bohrung waren ein großes Ereignis. Nicht nur als konkreter Projektbeginn, sondern auch durch die Frage, ob wir überhaupt genügend Wasser zur Versorgung des Grundstücks und seiner Gebäude finden werden. Und schließlich ging es noch darum, wo wir das meiste Wasser finden werden, denn dort sollte dann das Versorgungsgebäude stehen, von dem die Verteilung ausgeht.

Zwei Hydrologen-Teams maßen durch das Gelände, und beide kamen zu demselben Ergebnis: die aussichtsreichste Bohrstelle lag genau dort, wo wir sie uns intuitiv gewünscht hatten. Von der zu erwartenden Wassermenge her war der eine Teamleiter skeptisch, der andere riet uns es zu wagen. Wir wagten und engagierten das Team des Ministry of Agriculture, lrrigation and Water Development aus Lilongwe.

43 Meter wurde tief gebohrt, teilweise durch harten Fels, dass man sich nicht vorstellen kann, dass es noch weiter geht. Jede Bohrstangenlänge wird eine Bodenprobe gesammelt, die von Brian, dem Teamleiter, bewertet wird. Dann der Vorschlag, nicht tiefer zu bohren und für uns die große Frage: werden wir genug Wasser bekommen?

Eine Woche später kommt dann ein anderes Team für den Pumpentest. Sie setzen die Pumpe auf 37 Meter, wie es das hydrologische Gutachten empfiehlt. Dann läuft ein 12-Stunden-Test, und ein paar Tage später erhalten wir den ausführlichen Testbericht: die Quelle liefert 0,3 Liter/Sekunde, das sind immerhin ca. 1.000 Liter pro Stunde, also genug für unseren Bedarf. Uns allen fällt ein Stein vom Herzen, denn die Bohrung war recht teuer. Wir danken der Deutschen Botschaft in Lilongwe, die den ersten Schritt des Projekts unterstützt hat!

Ähnliche Beiträge

  • Kommt Zum Ehrentag 2026!

    „Für dich. Für uns. Für alle“ Unter diesem Motto findet der Ehrentag in diesem Jahr das erste Mal statt. Ins leben gerufen wurde er von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Am 23. Mai feiern wir in diesem Kontext das gesellschaftliche Miteinander in Deutschland! Was haben wir geplant? Wir laden dich ein zu einer Mitmachaktion beim Karneval der…

  • Die Tchapa Schule

    Die Tchapa Schule ist die von Chiuno Village nach 3,5 Kilometern nächst gelegene Schule. Wir besuchen eine Klasse mit 116 Schülerinnen und Schülern, die eng nebeneinander auf dem Fußboden sitzen. Tische und Stühle gibt es nicht. Die Lehrer sind häufig überfordert. Diesen aus unserer Sicht unerträglichen, aber in Malawi üblichen Bedingungen wollen wir durch den…

  • Die Tischlerei der Möbel

    Die Werkstatt steht im Freien und ist nur zum Teil überdacht. Gesägt und gebohrt wird mit einem Handbohrer. Strom gibt es nicht. Der einzige Bohrer ist 10mm stark und schon recht stumpf. Mit ihm wird vorgebohrt und mit einem Holzdübel verzapft. Schrauben gibt es nur wenige, dafür wird das Holz genagelt. Nach unserem Wunsch wurde…

  • Ausbildung + Werkstätten

    Am 1. Mai 2026 geht es los: wir bauen die Ausbildungswerkstätten. Nach einer Ausschreibung haben wir zusammen mit der Chiuno-NGO die Emmanuel General Construction als Bauunternehmer aus Kasungu beauftragt. Fünf Werkstätten mit auch Außenbereichen bilden ein kleines Zentrum für handwerkliche Betätigung und Zusammenwirkung. Ein Baum steht in der Mitte und wächst dort als Zeichen des…

  • Pflanzaktion

    Hundert Bäume wurden auf dem CBO-Grundstück gepflanzt. Farbige Akashas, die später in allen Farben blühen und Schatten spenden als auch Obstbäume wie Orangen, Mango und Avocados. Wer von uns wird in 25 Jahren die Blütenpracht sehen und die Früchte ernten? Die Lehrküche wird das selbst angebaute Obst und Gemüse verarbeiten und in der Mensa gesunde…

  • Unser Dank an einen Spender

    Es war eine große Überraschung, als mein Physiotherapeut, dem ich auf der Liege von der Reise nach Malawi am übernächsten Tag berichtete, mir beim Abschied ein paar Scheine in die Hand drückte. Im Dorf hieß es, Coretta kann nicht mehr im Vorstand arbeiten, weil ihr Mann krank ist. Ich besuchte die beiden und stand in…