Bunt, laut und voller Dialog: unser Rückblick auf den Karneval der Kulturen 2026

Vom 22. bis 25. Mai kam Berlin wieder zum Karneval der Kulturen zusammen und wir von Young and Old for One World waren mittendrin. Mit unserem Mitmachstand durften wir vier ereignisreiche Tage erleben, die ganz im Zeichen der Begegnung standen. Wir haben uns riesig gefreut, so viele neugierige Besucherinnen und Besucher an unserem Stand zu begrüßen. Es war die perfekte Gelegenheit, unser Projekt in Malawi vorzustellen und gemeinsam darüber zu diskutieren, wie wichtig die Arbeit zwischen unterschiedlichen Generationen ist.

Ein Highlight an unserem Stand war unsere interaktive Mitmachleinwand. Im Vorfeld hatten wir bereits Stimmen von der Chiuno NGO in Malawi zusammentragen lassen. Wir haben uns gefragt, was die jüngere Generation dort über die ältere denkt und was die Älteren über die Jüngeren sagen. Diese Perspektiven aus Ostafrika waren ein toller Impuls für die Berliner Gäste des KdKs, die sich daraufhin zahlreich neben den Kommentaren aus Malawi verewigt haben. Dabei sind viele schöne Statements und Denkanstöße zusammengekommen, sodass wir ganz bald einen eigenen Beitrag dafür erstellen werden.

Ein besonderer Höhepunkt war für uns auch der 23. Mai. An diesem Tag fand deutschlandweit der erste Ehrentag statt, an dem die Zivilgesellschaft und das ehrenamtliche Engagement gefeiert wurden. Wir konnten den Karneval der Kulturen als perfekte Plattform nutzen, um an diesem Tag besonders viele Menschen zu erreichen. 

Obwohl wir den Stand in Eigenregie und durch den Einsatz unseres Teams umgesetzt haben, wäre das Ganze ohne eine finanzielle Absicherung nicht machbar gewesen. Daher möchten wir dem Paritätischen Wohlfahrtverband Berlin und der DKLB-Stiftung ein großes Dankeschön für die finanzielle Unterstützung aussprechen.

Wir sind dankbar für die tollen Gespräche und die positive Energie von diesem Wochenende. 

Jetzt sind wir sehr gespannt, was die nächsten Wochen und Monate für uns bringen.

Ähnliche Beiträge

  • CBO Training

    In Chiuno Village, wo es kein fließendes Wasser und keine Stromversorgung gibt, ist auch der Umgang mit einer Rechtsform eine neue Herausforderung. Die Community Based Organization entspricht einem gemeinnützigen Verein in Deutschland auf kommunaler Basis. Hier wie dort unterliegen die Mitglieder und ihre Vorstände einem Regelwerk nach gesetzlichen Vorgaben. Die Sozialbehörde des Social Welfare Departments…

  • Solar statt Diesel: Unser Spendenaufruf ist gestartet!

    Für das Chiuno Cultural Center planen wir eine Solaranlage mit Batteriespeicher. Sie soll vor allem die Schule und die neue Ausbildungswerkstatt zuverlässig mit Strom versorgen. Die Alternative wäre ein Dieselgenerator, doch Diesel kostet in Malawi derzeit knapp drei Euro pro Liter, so viel wie nirgends sonst in Afrika. Sonnenstrom ist dagegen klimafreundlich, günstig im Betrieb…

  • Unser Dank an einen Spender

    Es war eine große Überraschung, als mein Physiotherapeut, dem ich auf der Liege von der Reise nach Malawi am übernächsten Tag berichtete, mir beim Abschied ein paar Scheine in die Hand drückte. Im Dorf hieß es, Coretta kann nicht mehr im Vorstand arbeiten, weil ihr Mann krank ist. Ich besuchte die beiden und stand in…

  • Eine Zukunft für diese Kinder

    Warum machen wir das eigentlich? So ein Projekt mit Schule und so weiter? Das Bitten und Betteln um Unterstützung und das Ertragen von zum Teil unsäglicher Bürokratie bei den Förderinstitutionen?  Wir machen das, weil die Menschen vor Ort sehr klar in ihrer Aussage sind: sie wissen, dass es ihnen an Bildung mangelt, und sie wollen,…

  • Girls beat Boys

    In die von unserem Verein errichtete Schule gehen derzeit insgesamt 410 Kinder. Davon sind 199 Jungen und 211 Mädchen. Diese Zahlen erfüllen uns mit großer Freude, denn sie zeigen nicht nur, dass unsere Bildungsinitiative angenommen wird, sondern auch, dass immer mehr Mädchen die Chance erhalten, regelmäßig zur Schule zu gehen. Gerade in vielen Regionen Afrikas…

  • Malawi und Corona

    Lange Zeit war Afrika von der Pandemie verschont. Jetzt scheint sie auch in Malawi angekommen zu sein (Der Tagesspiegel am 23.04.2020). Den Einreisestop gibt es schon länger, so dass auch unsere Planungen hinfällig waren. Der geplante lockdown ist nun gerichtsanhängig, weil die Bevölkerung sich massiv gewehrt hat. Denn es gibt keine Lohnfortzahlung, keine Arbeitslosenversicherung und…